12. RAU(H)NACHT
Die 12. und damit letzte Rau(h)nacht steht symbolisch für den Dezember, den dunkelsten Monat des Jahres, in dem das Wunderbare, nämlich die Geburt des neuen Lichts, der neuen Hoffnung, geschieht. Der Kreis schließt sich heute – diese letzte Rau(h)nacht bringt alles zusammen: das Alte, das Neue, das Geheilte, das Unfertige, das Unbekannte und das, was in dir heranwächst.
Die heutige Nacht ist eine Schlüsselnacht, eine Nacht der Vollendung und eine Nacht des Neubeginns. Lass die letzten Nächte noch einmal Revue passieren, sichte deine Notizen, Bilder u.ä.
Mit welchem Thema gehst du am meisten in Resonanz? Welche Erkenntnis der zwölf Rau(h)nächte hat dich am meisten berührt? Welche Menschen oder inneren Anteile dürfen dich im neuen Jahr begleiten? Welche Tür hat sich geöffnet, welche darf geschlossen bleiben? Welche Stärke, die du in dir trägst, hast du erkannt? Wie möchtest du sie pflegen, aufbauen und schützen? Gibt es noch etwas für dich zu tun?
Sollte sich etwas zeigen, dass du noch zu erledigen hast, dann erledige dies. Vertraue dabei auf deine Intuition.
Ansonsten ist diese Nacht ein wichtiger Zeitpunkt, um deine Wohnung, dein Haus… gründlich auszuräuchern und um Schutz zu bitten. Besonders geeignet sind Beifuß, weißer Salbei, Mistel, Weihrauch, aber auch jede andere Räucherung, die du zur Hand hast. Eine gute Anleitung findest du hier:
https://www.kostbarenatur.net/wohnung-ausraeuchern-gegen-negative-energien-so-gehts/
Wir ermutigen dich, hoffnungsvoll in das neue Jahr zu gehen. Nutze die in den Rau(h)nächten gewonnen Erkenntnisse. Höre auf dein Herz und glaube an dich.
In diesem Sinne sei gegrüßt vom
Team für Kinder
Beitrag erstellt am 31.12.2025
11. RAU(H)NACHT
Die elfte Rau(h)nacht steht symbolisch für den November, eine Zeit des Wandels, der Rückschau und des Loslassens. Diese Nacht fordert dich auf, alte Muster zu durchbrechen, um Energie für Neues zu sammeln und so den Übergang ins neue Jahr vorzubereiten.
Heute wirst du daran erinnert, dass jede Veränderung bei dir selbst beginnt. Damit etwas Neues entstehen kann, muss etwas Altes zurückbleiben. Du wirst heute daran erinnert, dass das Leben ein Kreislauf ist. Selbst in deinem Körper sterben täglich viele Milliarden Zellen, um Platz für Neues zu schaffen und so das Leben zu ermöglichen. Du hast dich in den letzten Nächten von Altem verabschiedet, Frieden geschlossen, Ballast zurückgelassen, in eine mögliche Zukunft geschaut. Nun ist es an dir, das alte Jahr hinter dir zu lassen und dich für das Kommende zu öffnen.
Eine schöne Übung dafür ist Folgende:
Begib dich an einen ruhigen Ort, an dem du ganz für dich sein kannst.
Lege einen Zettel (oder mehrere) und einen Stift bereit.
Zünde eine Kerze auf einer feuerfesten Unterlage an und stelle eine zweite Kerze bereit.
Halte eine feuerfeste Schale bereit.
Gern kannst du mit einer Räucherung deiner Wahl (besonders geeignet ist heute Holunder) unterstützen.
Schreibe nun auf das Blatt Papier eine alte Gewohnheit, ein altes Muster, eine Angst, die du nicht mit ins neue Jahr nehmen möchtest. Formuliere sie sehr klar.
Lege nun deine Hand darauf und sage. „Ich danke dir für alles, was du mir beigebracht hast. Ich lasse dich jetzt aus meinem Leben gehen.“
Verbrenne den Zettel in einem feuerfesten Schälchen
Wiederhole diesen Vorgang gern, falls du mehr als eine Sache loslassen möchtest.
Spüre die Befreiung in dir.
Puste nun die Kerze aus.
Entzünde die andere bereitgestellte Kerze und sprich bewusst Folgendes aus:
„Ich wähle das Neue. Ich wähle Veränderung. Ich wähle mich.“
Möge es dir gelingen, in die Energie der vorletzten Rau(h)nacht einzutauchen.
Beitrag erstellt am 30.12.2025
10. RAU(H)NACHT
Die zehnte Rau(h)nacht ist mit dem Oktober verbunden. Einem Monat voller Fülle, gewachsener Reife und einem sanften Hauch von Abschied. Diese Nacht symbolisiert Harmonie, Balance, Gerechtigkeit und Reife. Es geht darum, die Balance zu spüren zwischen dem, was war, und dem, was sein wird, und diese zu integrieren. Es ist die Zeit, über Visionen nachzudenken und Eigenverantwortung zu übernehmen.
Heute bietet es sich an, dir Zeit für eine Meditation zu nehmen. So kannst du in dich gehen und deine innere Balance finden bzw. stärken. Du kannst dabei mit freiem Geist meditieren oder die Medition nutzen, um über bereits Erreichtes zu reflektieren vor deinem inneren Auge. In diesem Zusammenhang darfst du auch Bereiche erkennen, die noch Ausgleich benötigen. Unterstützen kannst du die innere Einkehr mit einer Räucherung, die dir hilft bei dir anzukommen (besonders geeignet ist die Eichenrinde, jede andere ist aber auch auch ok).
Für Meditationsungeübte findet sich hier eine gute Anleitung zu verschiedenen Meditationsmöglichkeiten:
https://www.zeitblueten.com/news/15-meditationsuebungen/
Genieße die Momente der zehnten Rau(h)nacht.
Beitrag erstellt am 29.12.2025
9. RAU(H)NACHT
In der neunten Rau(h)nacht begegnest du der Energie des Monats September. Dieser steht für den Übergang in die dunkle Zeit, da die Tage nun wieder kürzer als die Nächte werden. Die Themen dieser Nacht sind Ordnung, Klarheit, Struktur und Selbstreflektion. Auch erinnert dich diese Nacht daran, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden, die dir hilft, deine innere Balance zu wahren.
Diese neunte Rau(h)nacht darf in aller Ruhe und Besonnenheit stattfinden. Sie ruft dich auf zur stillen Einkehr, um die Verbindung zu dir selbst zu stärken. Suche dir dafür einen ruhigen Ort, an dem du ganz für dich sein kannst.
Setze dich bequem hin.
Atme tief und gleichmäßig, schließe deine Augen und spüre in dich hinein.
Stelle dir folgende Fragen: Wer bin ich gerade? Wer will ich sein? Wo stehe ich im Moment? Was brauche ich?
Lass die Gedanken fließen. Wenn du magst, notiere dir deine Gedanken, damit du sie später nachlesen kannst.
Gern kannst du mit einer Räucherung (Königskerze, Weihrauch oder eine andere deiner Wahl) unterstützen.
Eine weitere Möglichkeit ist diese kreative Idee:
Nimm dir ein Blatt Papier und falte es in der Mitte.
Lege nun das Blatt mit der Teilung in der Mitte vor dich hin.
Die linke Seite steht für deine Visionen. Lass deiner Phantasie freien Lauf: Male, schreibe, skizziere oder klebe Bilder hinein, die beschreiben, wie ein Tag aussehen würde, wenn wirklich alles möglich wäre. Lass Gefühle, Farben und Träume sprechen.
Die rechte Seite steht für die Realität im Hier und Jetzt. Notiere hier drei Dinge aus deinem Leben, die schon heute in dir dieselben Gefühle auslösen, wie auf der linken Seite – selbst, wenn es nur kleinste Augenblicke sind.
Schreibe dir zum Schluss einen verheißungsvollen Satz auf, der dich leiten kann (z.B. Ich nähre jeden Tag mein Potenzial, das bereits in mir lebt.). Finde dein eigenes Leitmotiv.
Mögest du inspiriert sein für die heutige Rau(h)nacht.
Beitrag erstellt am 28.12.2025
8. RAU(H)NACHT
Die achte Rau(h)nacht steht symbolisch für den August, einen Monat der Reife und der vollen Kraft. Thematisch geht es um Neubeginn, neue Wege, Fülle und den Mut, dein Jahr bewusst zu gestalten.
Heute Nacht ist die Zeit, dich zu entscheiden, welche Ziele, du im neuen Jahr verfolgen willst, um die Weichen für Glück und Erfolg zu stellen. Sie lädt dich ein, deine inneren und äußeren Kräfte zu erkennen und zu nutzen für deine Entfaltung.
Nimm dir dazu einen Moment ganz für dich und stelle dir folgende Fragen:
Mit welchen Gefühlen möchtest du ins neue Jahr starten?
Was sind deine Stärken?
Welche Kontakte sind dir wichtig, geben dir positive Kraft?
Wessen Segen wünschst du dir?
Welche Träume/welchen Traum möchtest du verwirklichen?
Notiere dir die Gedanken, die dir kommen, damit du dich immer wieder daran erinnern kannst.
Gern kannst du diese persönliche Zeit mit dir selbst durch eine Räucherung, die dir gut tut, unterstützen (siehe erste Rau(h)nacht).
Der Tag eignet sich auch für einen ganz bewussten und achtsamen Spaziergang. Vielleicht entdeckst du auf deinem Weg (d)einen ganz persönlichen Glücksbringer für das neue Jahr?
Du kannst dich auch ganz auf deine Gefühle konzentrieren und dich fragen: „Wie möchte ich mich im nächsten Jahr fühlen, wie will ich sein?“ Schreibe drei Gefühle auf, die dein nächstes Jahr prägen dürfen. Tue heute eine einzige kleine Sache, die eines dieser Gefühle stärkt: vielleicht sendest du einen dankbaren Gedanken, nimmst einen tiefen Atemzug oder richtest einen liebevollen Satz an dich selbst (Diesen kannst du gern aufschreiben und aufbewahren.). So setzt du bewusst den ersten Schritt ins neue Jahr. Deine neue Geschichte kann so sanft, leise und kraftvoll beginnen.
Viel Freude in der Energie der achten Rau(h)nacht.
Beitrag erstellt am 27.12.2025
7. RAU(H)NACHT
Die siebte Rau(h)nacht steht symbolisch für den Monat Juli, den Monat der Fülle, der Lebensfreude und der vollen Blüte. Es geht thematisch darum, das Leben zu feiern und Verantwortung für dich und deinen Weg zu übernehmen.
Umarme das Leben mit all den schönen Momenten aber auch mit den Widrigkeiten, die es als Lernaufgabe für dich mit sich bringt. Vielleicht magst du wild tanzen und singen? Lache, gern auch laut, sei fröhlich, feiere dich und das Leben.
Du kannst ein angenehmes stärkendes Bad genießen oder einen Spaziergang machen. Tue Dinge, die dir helfen, dich mit dir selbst zu verbinden und dich zu spüren, die Freude in dir zu spüren.
Ein mögliches Ritual heute wäre Folgendes:
Begegnung mit deiner Verantwortung
Suche dir einen ruhigen Ort an dem du für dich sein kannst.
Setze dich bequem hin.
Atme während der ganzen Übung ruhig und gleichmäßig durch die Nase ein und den Mund wieder aus.
Stelle dir deine Verantwortung sinnbildlich als Spiegel von dir vor und stelle dich ihr (in Gedanken) gegenüber.
Schaue ihr in die Augen und frage sie still oder wenn du magst auch laut: „Was willst du mir heute sagen?“
Höre zu, welche Antworten, Bilder, Gedanken aus deinem Inneren kommen.
Schreibe auf, wofür du Verantwortung übernehmen möchtest (für dich, für andere, für deine Träume für…).
Dann gehe aus der Übung hinaus und nimm dir vor, deine Erkenntnisse für dich umzusetzen. Deine Notizen werden dich unterstützen und erinnern.
Möge dir die Zeit in der Energie der siebten Nacht Erkenntnisse und Freude bringen.
Beitrag erstellt am 26.12.2025
6. RAU(H)NACHT
Mittlerweile sind wir in der Mitte des Jahres angekommen, denn die sechste Rau(h)nacht steht für den Juni. Den Monat, in dem wir den längsten Tag und die kürzeste Nacht feiern. Die Sonne ist in ihrer stärksten Kraft. Sie bringt Licht und Leichtigkeit in dein Leben, Genau das ist das Thema dieser Nacht. Sie fordert dich auf, Ängste loszulassen, Blockaden aufzulösen und ins Licht zu gehen. Du darfst das Alte in Dankbarkeit ziehen lassen und Platz für Neues in deinem Leben schaffen.
Es geht darum, dich deinen Ängsten zu stellen und zu prüfen, welchen Zweck sie haben. Bist du bereit, sie in Dankbarkeit für das, was du durch sie gelernt hast, ziehen zu lassen. Oft verdammen wir unangenehme Gefühle wie z.B. Angst. Doch auch sie zeigen uns wichtige Dinge für unsere Entwicklung auf und sind wichtig. Dies anzuerkennen und zu würdigen und Ängste dankbar loszulassen, schenkt dir Freiheit und innere Stärke. Du schaffst Platz für neue Erfahrungen.
Nutze die Nacht für innere Einkehr und Meditation. Frage dich, welche inneren Konflikte, Ängste behindern dich? Zeigt sich dir ein Weg, wie du ihnen begegnen kannst, wie du sie auflösen kannst? Vielleicht zeigt sich auch erst einmal erster kleiner Schritt, den du beschreiten kannst?
Wenn du magst, schreibe auf, was du loslassen möchtest oder auch, welche Hilfe du dir wünschst und verbrenne das Geschriebene im Feuer einer Kerze (denke immer an eine feuerfeste Unterlage).
Je mehr du dich mutig deinen Ängsten, Konflikten und Zweifeln stellst, desto stärker wirst du, desto mehr Klarheit gewinnst du für dein Leben.
Du kannst mit einer reinigenden Räucherung (siehe erste Rau(h)nacht) unterstützen.
Viel Erfolg beim Bearbeiten des Themas der heutigen Rau(h)nacht.
Beitrag erstellt am 25.12.2025
5. RAU(H)NACHT
Die fünfte Rau(h)nacht repräsentiert den Wonnemonat Mai. Sie hat natürlich das Thema Liebe, nicht zu vergessen die Selbstliebe, und Freundschaft im Gepäck. Es geht aber auch darum, deinen Lebensweg anzuschauen und kritisch zu hinterfragen und einen Blick auf das Neuland zu werfen, dass du betreten möchtest.
Nimm dir heute bereits am Tage Zeit für deine Beziehung. Zeige dem Menschen, der an deiner Seite geht, was du für ihn empfindest. Zelebriert eure Partnerschaft, wie es sich für euch gut anfühlt. Solltest du ohne Partner sein, tue dir etwas Gutes. Nimm dir Zeit für Dich und sorge dafür, dass es dir gut geht.
Diese Nacht ist auch eine gute Gelegenheit, deinen bisherigen Lebenspfad zu reflektieren. Schaue dir mutig rückblickend die einzelnen Stationen in deinem Leben an. Was möchtest du mit ins nächste Jahr nehmen? Was hat sich bewährt und dich gut durch die Stürme des Lebens getragen? Was möchtest zu verändern? Was war eher hinderlich für dich? Male dir deinen Lebensweg aus, wie er im nächsten Jahr aussehen könnte. Überlege dir, was dafür nötig ist. Wenn du magst, notiere dir die Dinge, die dir für dich und deinen Weg wichtig sind. Dann kannst du sie immer wieder nachlesen.
Ein ganz einfach durchzuführendes Ritual ist Folgendes:
Stelle dich mit leicht geöffneten Beinen (wenn du zu Hause bist ohne Schuhe) hin.
Atme ruhig und bewusst ein (Nase) und aus (Mund).
Schließe deine Augen.
Lass den Atem immer tiefer fließen.
Stelle dir nun vor vor, dass aus deinen Füßen Wurzeln in den Boden wachsen.
Verwurzele dich tief. Bis du einen sicheren Halt spürst und dich getragen fühlst.
Genieße das Gefühl, dass du jedem Sturm des Lebens standhalten kannst.
Atme weiter tief ein und aus.
Lege nun deine Hände auf dein Herz.
Frage dich: Mit welchen Menschen möchte ich in mein neues Jahr gehen? Wer nährt meine Seele und teilt meine Visionen?
Danke diesen Menschen in deinem Geist und versprich dir, diese Beziehungen zu nähren, damit sie dir weiter Kraft geben.
Notiere dir auch hier gern deine Gedanken und Bilder.
Du kannst mit Räucherung von Zimtrinde, (weißem) Salbei, Styrax oder Weihrauch unterstützen. Selbstverständlich sollte auch ein flackerndes Kerzenlicht nicht fehlen.
Genieße eine liebevolle und erkenntnisreiche fünfte Rau(h)nacht.
Beitrag erstellt am 24.12.2025
4. RAU(H)NACHT
Die vierte Rau(h)nacht steht ganz im Zeichen des wechselhaften Aprils. Sie bringt eine kindlich anmutende sprunghafte Energie des Wandels von Licht und Schatten, Regen und Sonne mit sich. Der Wandelmonat April steht für die ständigen Veränderungen im Leben, die eine gewisse Gelassenheit sowie die Fähigkeit des Loslassens notwendig machen.
Thematisch steht diese Nacht für Auflösung und Transformation: Es geht darum, Altes loszulassen sowie Unfrieden im Innen und im Außen zu beseitigen, um inneren Frieden zu finden, Platz für Neues zu schaffen und Mut für den Aufbruch ins neue Jahr zu fassen.
Wenn du räuchern möchtest, nutze reinigende Kräuter (siehe Beitrag zur 3. Rau(h)nacht).
Überlege dir, was du nicht mit ins neue Jahr nehmen möchtest. Stelle dir die Frage: Was möchte ich loslassen (Ängste, Sorgen, alte Muster…)? Schreibe es auf und verbrenne den Zettel symbolisch in einer feuerfesten Schale o.ä.
Frage dich auch, wem du vielleicht verzeihen möchtest? Befreie so dein Herz von einer Bürde.
Widme deine Aufmerksamkeit der Liebe und der Dankbarkeit. Werde dir bewusst, welche Menschen, Freunde dir zur Seite stehen und sei dankbar für diese Unterstützung. Mache dir auch bewusst, dass du ein wunderbarer, liebenswerter Mensch bist.
Heute bietet sich eine Atemübung aus dem Yin Yoga an:
Setze dich in einen Scheidersitz (oder einen anderen für dich bequemen Sitz). Atme tief durch die Nase ein (Sprich in Gedanken, wenn du magst, „Ich atme Fülle (Liebe, Freude…) ein."). Atme dann bewusst und hörbar durch den Mund aus (Sprich in Gedanken, wenn du magst, „Ich atme alles Alte, das mich belastet, aus."). Mache dies, so oft es dir gut tut.
Mögest du dich inspiriert für die heutige Rau(h)nacht fühlen.
Beitrag erstellt am 23.12.2025
3. RAU(H)NACHT
Aufbruch und Neubeginn ist die Energie der dritten Rau(h)nacht. Sie steht für den Monat März, welcher die zarte Kraft des Erwachens mit sich bringt.
Diese Nacht lädt dich ein, deinen Geist und dein Herz weit zu öffnen für alles Neue, was sich dir zeigen will. Heute darfst du dich für deine eigenen Impulse, für deine Sehnsüchte, deine Ziele öffnen und Mut tanken für den Weg, der sich dir zeigt.
Bevor du in die Stille gehst, tue dir etwas Gutes, z.B. mit einem warmen Lavendelfußbad, einer Handmassage… Lege dir dann Stift und Papier bereit. Gern kannst du mit einer Räucherung unterstützen oder dir eine Kerze anzünden. Schaffe dir einen Raum, in dem du dich wohlfühlst. Setze dich nun bequem hin und gehe in die Stille, verbinde dich mit dir selbst. Wenn du bei dir angekommen bist, stelle dir folgende Fragen:
• Was möchte ich erreichen?
• Welche Träume und Sehnsüchte erfüllen mich?
• Gibt es eine Saat, die schon gesät ist?
• Was ist zu tun, damit ich mein Ziel erreiche?
Schreibe nun alle Gedanken, Impulse, Ideen, Worte, die dir kommen, intuitiv auf, ohne sie zu werten und sie zu durchdenken. Bringe einfach deine Gedanken zu Papier. Wenn du fertig bist, lies dir dein Geschriebenes durch. Womit gehst du besonders in Resonanz? Gibt es etwas Überraschendes? Formt sich für dich etwas Greifbares?
Hebe dir deine niedergeschriebenen Worte gut auf.
Wir wünschen dir viel Freude und Erkenntnis mit dem Thema der dritten Nacht.
Kurz noch zum Thema „Räuchern“: Wir verlinken dir hier eine sehr gute Anleitung, die auch für Anfänger geeignet ist. Natürlich ist es nicht mehr für jeden möglich, sich jetzt noch das passende Zubehör zu besorgen. In diesem Fall ermutigen wir dich beherzt zu getrockneten Kräutern zu greifen, die eigentlich in jeder Küche vorhanden sind. Diese kannst du in einer feuerfesten Schale verbrennen oder in einem Teesieb über einem Stövchen mit einem brennenden Teelicht.
Salbei: reinigt, vertreibt Negativer, bringt Ruhe
Beifuß: desinfiziert, löst Ängste, macht bereit für Neues
Wacholder: stärkt und macht Mut, reinigt
Kiefernnadeln: beruhigend und reinigend
Thymian: reinigt, stärkt, schützt
Rosmarin: vertreibt negative Energien, stärkt Selbstbewusstsein, fördert Konzentration energetisierend
Viel Freude beim Ausprobieren.
Beitrag erstellt am 22.12.2025
2. RAU(H)NACHT
Die zweite Rau(h)nacht steht im Zeichen von Seelenleben und Innenschau. Sie trägt außerdem die Stimmung des Februar in sich, welcher für das Erwachen und die Vorbereitung auf das Kommende steht. Die Samen in der Erde, aber auch die Samen in dir, warten darauf, von Licht und Wärme zum Keimen gebracht zu werden. Licht und Wärme, die die Dunkelheit ablösen. Die Dunkelheit, die uns manchesmal schaudern lässt, die aber auch das Leuchten der Sterne erst wahrnehmbar macht.
Ziehe dich heute für eine Weile in die Stille zurück, um deiner inneren Stimme lauschen zu können. Du kannst einen Spaziergang in der Natur machen und in dich hineinlauschen, was dir das Leben heute sagen möchte. Achte darauf, wer oder was dir begegnet. Achte auf Zeichen (Wolkenformen...) um dich herum.
Wenn du magst, setze dich am Abend still hin. Räuchere gern mit einem Duft, den du magst und/oder zünde eine Kerze an. Bitte die geistige Welt um Führung und verbinde dich mit deinem inneren Kern. Spüre in dich hinein. Atme tief ein und aus. Komm ganz bei dir an und beobachte, welche Gedanken und Bilder ihren Weg zu dir finden. Lass es einfach geschehen. Hilfreich ist es, diese Gedanken und Bilder später aufzuschreiben. Manchmal erschließt sich ihre Bedeutung erst im Nachhinein.
Mögest du eine wundervolle zweite Rau(h)nacht verleben. Lass dich inspirieren.
Beitrag erstellt am 21.12.2025
1. RAU(H)NACHT
Die erste Rau(h)nacht steht für den Januar des kommenden Jahres. Gleichzeitig steht sie für deine Wurzeln, dein Fundament, deine Verbindung zu dir selbst, deinen Ahnen und den Menschen um dich herum.
In der Heiligen Nacht darfst du in eine Ruheoase eintauchen, Dankbarkeit empfinden und deinen inneren Frieden finden und spüren. Ein Mensch mit innerem Frieden genügt sich selbst, unabhängig von den Ansprüchen dieser Welt und trotzdem steht er in engem Bezug zu seinen Mitmenschen.
Es ist nicht wichtig, ob und was du glaubst. Wir alle sehnen uns nach dieser Ruhe und diesem tiefen inneren Frieden im Herzen, ein Frieden, der weit über Wissen und Verstehen geht.
Zünde heute eine Kerze (wenn du hast eine Wacholderkerze) auf einer feuerfesten Unterlage oder in einem Glas an. Lasse sie über Nacht und auch über den morgigen Tag brennen. Sie wird deinen Ahnen den Weg weisen.
Meditiere, in dem du in Gedanken an einen Lieblingsort gehst, der dir Frieden und Ruhe schenkt und verweile dort, solange es dir gut tut. Werde dir bewusst, was dich mit Dankbarkeit erfüllt.
An diesem besonderen Abend räuchere (gern auch im Kreise deiner Lieben) mit Weihrauch als Geschenk an das Licht das geboren wurde.
Diese Ideen stellen nur einen kleinen Auszug der Möglichkeiten dar, die erste Rau(h)nacht zu feiern. Lass dich inspirieren und ermutigen, deinen eigenen Weg zu finden.
Beitrag erstellt am 20.12.2025
Rau(h)nächte – eine kalte und unwirtliche Zeit?
Das könnte man beim ersten Hören des Namens vermuten. Tatsächlich jedoch bezieht sich das „Rau(h)…“ auf Rauch und steht für die Tradition des intensiven Räucherns in dieser Zeit.
Der Ursprung der Rau(h)nächte ist in der Geschichte der Kelten und Germanen zu finden. Sie umfassen 12 Nächte, welche sich aus der Differenz der Tage zwischen dem Mondjahr (354 Tage) und dem Sonnenjahr (365 Tage) ergeben. Die Kelten führten die elf Tage und die daraus folgenden 12 Nächte zwischen den beiden Kalendern („zwischen den Jahren“) ein. Sie sahen diese 12 Nächte als etwas Übersinnliches an, da sie eigentlich nicht existierten. Daher rührt auch die magische Kraft, die den Rau(h)nächten heute noch zugesprochen wird.
Nach alter Tradition ist der 21. Dezember, der kürzeste Tag des Jahres, der kosmische Auftakt für die Rau(h)nächte. Heutzutage beginnen viele am 25. Dezember mit den Ritualen zu den Rau(h)nächten. Entscheide selbst, welche Tradition dir näher ist! Beginnst du in der Nacht vom 21.12. zum 22.12. endet die Zeit mit dem 2.Januar. Beginnst du in der Nacht vom 24.12. zum 25.12., endet die Zeit mit dem 5.Januar.
Folgende Rituale eignen sich für die Rauhnächte:
• Räuchern der Wohnung: Traditionell kannst du zu Beginn der Rau(h)nächte deine Wohnung räuchern, um die bösen Geister zu vertreiben. Dieses Ritual kannst du beliebig oft während der Rauhnächte wiederholen.
• Putzen und Aufräumen: Eine saubere Wohnung kann die Innenkehr und die Ausrichtung auf das neue Jahr unterstützen.
• Meditation: Während der Rau(h)nächte kann es hilfreich sein, regelmäßig zu meditieren, um die Magie dieser Nächte noch intensiver wahrzunehmen.
• Traum-Tagebuch führen: Die Träume zwischen den Jahren vermögen einen Blick in die Zukunft zu geben. Regelmäßige Einträge in einem Traum-Tagebuch helfen dabei, sich auch später an alle Details zu erinnern. Generell gilt die Regel jede einzelne Nacht steht für einen Monat des kommenden Jahres in numerischer Reihenfolge der Nächte: die 1. Nacht steht für den Januar, …
Eines der beliebtesten Rituale, ist „Das Ritual der 13 Wünsche“. Es ist ganz einfach durchzuführen: Zerschneide ein Blatt Papier in 13 etwa gleich große Streifen und schreibt auf jeden einen Wunsch für das kommende Jahr. Das können ganz persönliche Wünsche sein, aber auch Wünsche für die Erde, für bestimmte Tiere, Menschen usw. sein. Falte diese Zettel und gib sie in Säckchen oder eine Schachtel.
In den Rau(h)nächten ziehst du nun jeden Abend einen Zettel. Schaue nicht, was darauf steht. Bitte die geistige Welt darum, dass dein Wunsch erfüllt wird – und verbrenne den Zettel. Das geht in der Natur, auf dem Balkon oder zur Not auch am Fenster in einer kleinen feuerfesten Schale. Während das Papier in Rauch aufgeht, steigt dein Wunsch in die geistigen Sphären auf, wo man sich bestmöglich um ihn kümmern wird. Die Asche kannst du in die Erde oder in einen Blumentopf geben.
Nach zwölf Nächten bleibt ein einziger Zettel übrig. Diesen kannst du am 6. Januar (bzw. 2. Januar) feierlich entfalten und lesen. Es ist der Wunsch, um den du dich selbst kümmern solltest, wenn er in Erfüllung gehen soll.
Viel Erfolg und Freude in dieser ruhigen, kraftvollen Zeit!
Beitrag erstellt am 20.12.2025
Hallo ihr Lieben,
die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel nahen. Und mit ihnen eine der spannendsten und spirituellsten Zeit des Jahres: der Tage zwischen den Jahren oder der sogenannten Rau(h)nächte. Diese Zeit lädt uns dazu ein, offen nach innen zu schauen. Ihre Magie schenkt uns, wenn wir es wollen und zulassen, einen Raum für Stille und Besinnung, in dem wir reflektieren können, was war, was ist und was werden darf.
Wir wollen euch in dieser Zeit mit kurzen Beiträgen zu den einzelnen Nächten begleiten. Möge sich der eine oder andere ermutigt und inspiriert fühlen.
Genauere Informationen zu den Rau(h)nächten findet ihr hier.
Beitrag erstellt am 20.12.2025
Man sollte sich nie genieren, Fragen zu stellen.
Einmal hat ein Drache einen Wolf im Wald gefangen und sagte ihm:
- Guck mal, ich schreibe Folgendes auf: „Heute Mittag kommst du zu mir, und ich fresse dich“. Kapiert?
- Kapiert.
- Irgendwelche Fragen?
- Nein.
Niedergeschlagen ging der Wolf weg. Und der Drache ging weiter durch den Wald.
Dann fing er einen Fuchs:
- Guck mal Du, Reineke, ich schreibe auf: „Heute Abend kommst du zu mir, und ich fresse dich zum Abendessen“. Verstanden?
- Verstanden.
- Irgendwelche Fragen?
- Keine.
Betrübt ging auch der Fuchs weg. Und der Drache ging weiter.
Als nächstes fing er einen Hasen und sagte ihm:
- Guck mal, Du, der Schieläugige, ich schreibe jetzt Folgendes auf:
Du kommst morgen früh zu mir, und ich fresse Dich zum Frühstück. Verstanden?
- Verstanden.
- Irgendwelche Fragen?
Ja, ich hab’ eine Frage.
- Heraus damit.
- Darf ich nicht kommen?
- Ja, klar, du darfst. Ich streiche deinen Namen dann aus.
Der Sinn ist folgend: Man sollte sich nie genieren, Fragen zu stellen.
https://norbekovsystem.com/de/man-sollte-sich-nie-genieren-fragen-zu-stellen/
Beitrag erstellt am 12.12.2025
Lektion eines Schmetterlings
Einmal fand ein Mensch den Kokon eines Schmetterlings.
Eines Tages entstand auf ihm eine winzige Öffnung. Der Mensch beobachtete, wie der Schmetterling im Laufe vieler Stunden kämpfte, um aus dem Kokon herauszukommen. Eine Zeit lang wollte ihm überhaupt nichts gelingen. Es schien, dass ihm auch weiter nichts gelingen würde.
Und dann entschied sich der Mensch, ihm zu helfen. Er schnitt den Kokon ein wenig an.
Nun konnte der Schmetterling leicht aus dem Kokon herauskommen, doch er hatte einen angeschwollenen Körper und kleine runzlige Flügel.
Der Mensch beobachtete weiter und dachte, dass er jeden Augenblick seine Flügel ausbreitet und wegfliegt. Doch nichts dergleichen passierte…
In seinem Wunsch zu helfen behob der Mensch ein für die Lebensfähigkeit eines Schmetterlings so notwendiges Hindernis: Um durch eine enge Öffnung des Kokons herauszukommen, muss der Schmetterling Kraft anwenden. Als Ergebnis fließt die Flüssigkeit aus dem Körper in die Flügel des Schmetterlings, und er kann fliegen. Die Natur ließ den Schmetterling diese Hülle mühevoll verlassen, damit er danach wachsen und sich weiter entwickeln konnte.
Manchmal ist uns im Leben eine Anstrengung unentbehrlich. Wenn es uns erlaubt wäre, zu leben, ohne mit Schwierigkeiten konfrontiert zu werden, wären wir benachteiligt. Wir könnten dann nie so werden, wie die Natur uns in ihrem Vorhaben beabsichtigte.
https://norbekovsystem.com/de/lektion-eines-schmetterlings/
Beitrag erstellt am 01.12.2025
Ein wunderbares kleines Friedenslied, welches von der Kindergärtnerin Erika Schirmer aus Nordhausen 1949 geschrieben wurde.
Schirmer kannte die Grausamkeit des Krieges und musste selbst mit ihrer Mutter 1945 aus ihrer Heimat Schlesien fliehen. Die Idee zu dem Lied reifte in ihr, nachdem sie ein Plakat zum Pariser Weltfriedenskongress von 1949 mit der später als Friedenstaube weltberühmt gewordenen Zeichnung La Colombe von Pablo Picasso gesehen hatte. Sie sagte später:„Ich habe gedacht: Du sollst fliegen, Friedenstaube, allen sag es hier, dass nie wieder Krieg wir wollen, Frieden wollen wir“.
Lassen wir die „Kleine weiße Friedenstaube“ weiter fliegen.
Summen wir die Melodie des Liedes, singen wir den Text. Denn wir wollen Frieden. Genau dafür steht die weiße Taube und dieses Lied.
Hier die Version von Dirk Michaelis 🎧
Beitrag erstellt am 01.12.2025
Ihr Lieben, wir melden uns zu Wort, weil der 5. Dezember, der Tag an dem das Wehrdiensterneuerungsgesetz beschlossen werden soll im Bundestag, immer näher rückt.
Es ist uns wichtig, dass sich die Menschen egal welchen Alters, besonders aber Eltern und die betroffenen jungen Menschen, mit diesem Thema auseinandersetzen. Achselzuckend zu denken, 'es wird schon vorübergehen' oder 'was soll ich schon tun' ist keine Option in Anbetracht der Situation.
Wir wundern uns, dass zu diesem Tag geplante Aktionen kaum bis gar keine Resonanz in den Medien oder an den Schulen finden. Während Angehörige der Bundeswehr fleißig an den Schulen Nachwuchs für die Truppe werben dürfen, fehlt unserer Meinung nach jede kritische Auseinandersetzung zu den Hintergründen und Folgen des neu geplanten Wehrdienstgesetzes.
Warum nehmen die Verantwortlichen für unsere Jugend nicht endlich ihre Schutzfunktion für diese umfassend wahr? Und zwar indem sie die klare, offene Auseinandersetzung zu diesem Thema mit der Jugend suchen. Indem sie sie unterstützen, sich offen und sichtbar zu wehren, wenn ihr Fell ohne Not zu Markte getragen werden soll.
Wir Erwachsenen, ob Eltern, Großeltern oder andere Menschen sollten unsere Jugend nicht im Stich lassen. Die junge Generation ist unsere Zukunft. Wir sollten gemeinsam mit ihnen alles tun, damit sie nicht Zielen geopfert werden, die weder ihre noch unsere sind.
Unterstützt eure Kinder! Nehmt Kontakt zu Schulen auf!
Möge der Jugend Gehör verschafft werden!
Beitrag erstellt am 28.11.2025
Gesucht werden junge Cellisten und Pianisten.
Ein herzliches Hallo an alle musikbegeisterten Eltern von ebenso begeisterten wie talentierten Kindern,
wir teilen hiermit den Aufruf von Rainer Bartesch. Dieser wird zusammen mit dem bekannten österreichischen Historiker, Kindheitsforscher und Pianisten Michael
Hüter die Musik zu einem außergewöhnlichen Film beisteuern: dem Kinofilm mit dem Arbeitstitel "Der große Mythos - Erziehung und Bildung".
Gesucht werden dafür junge Cellisten und Pianisten.
Genaue Informationen sowie die benötigten Noten und Demos findet ihr hier.
27.11.2025
Elternkraft I
Team für Kinder I www.teamfuerkinder.de
Wir möchten euch auf ein Angebot des "Netzwerk Holistische Pädagogik" (Holla) aufmerksam machen.
Um den Paradigmenwechsel in der Bildung zu unterstützen, bietet dieses Netzwerk Lehrern und Eltern einen Kurs mit 4 Modulen an. Er beginnt mit Selbsterkenntnis (schwerpunktmäßig vermittelt am Enneagramm).
Dass der Wechsel im Bildungssystem auch in Deutschland früher oder später kommen wird, wurde auch im Interview der Holla mit Ricardo Leppe angesprochen. - Jeder Einzelne, der aktiv in diese Richtung mitwirkt, leistet einen wertvollen Beitrag hierbei, weil es wie eine Graswurzelbewegung wirkt.
Auf der Homepage des Netzwerk Holistische Pädagogik findet ihr alle Informationen zum Kursangebot.
📺 Zum Gespräch mit Ricardo Leppe hier entlang 👉🏻 klick.
Erstellt am 20.11.2025
Kriegsdienstverweigerung - was ihr dazu wissen müsst
Im dritten Teil steht das Thema Kriegsdienstverweigerung im Mittelpunkt.
Vom Wehrdienst in Friedenszeiten, zu dem wir bereits die geplanten Änderungen vorgestellt haben, ist der Zustand des Spannungsfalls (Gefahr eines bewaffneten Angriffs; Art. 80a GG) oder sogar des Verteidigungsfalles wegen bewaffneten Angriff (Art. 115a GG) zu unterscheiden. Dann hilft nur eine (rechtzeitig bekundete) Kriegsdienstverweigerung.
Aufgrund der aktuellen Kriegsrhetorik rät mittlerweile auch die deutsche Friedensgesellschaft dazu, rechtzeitig einen Antrag zu stellen. Doch warum ist das jetzt wichtig und was bedeutet das eigentlich?
🔸Bei dem sogenannten "Spannungsfall" oder dem "Verteidigungsfall" wird jeder mobilisiert, der da ist.
Für Männer zwischen 18 und 60 Jahren bedeutet das den Dienst an der Waffe. Es sei denn, es besteht die Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung, dann wird es "nur" der Dienst im zivilen Bereich, dem im Übrigen auch alle Frauen automatisch unterliegen, sofern sie nicht gerade die Kinderbetreuung absichern.
Zunächst ist wichtig zu wissen, dass es in Artikel 4 Absatz 3 Grundgesetz heißt: „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.“ Damit wird in Deutschland das Recht garantiert, den Kriegsdienst verweigern zu können. Wer also in Deutschland aus Gewissensgründen keinen Kriegsdienst an der Waffe leisten möchte oder kann, hat die Möglichkeit diesen in Form eines Antrags auf Kriegsdienstverweigerung abzulehnen. Die Chance auf Anerkennung eines solchen Antrags war bisher in Deutschland recht hoch (2023 bei 87%, 2024 bei 81%).
Bleibt dann noch zu hoffen, dass die Grundrechte auch uneingeschränkt gelten.
🔸Wie läuft das Verfahren ab?
1. Antrag beim Karrierecenter der Bundeswehr einreichen: Dieses bestätigt den Eingang und prüft zunächst die gesundheitliche Eignung des Antragstellers.
2. Musterung: Der Antrag verhindert weder die Erfassung noch die Musterung. Die Bundeswehr prüft zunächst, ob der Bewerber überhaupt tauglich ist. Wenn Untauglichkeit besteht (Ausmusterung), kann man nicht zum Kriegsdienst einberufen werden.
3. Weiterleitung des Antrag vom Karrierecenter an das BAFzA, wenn Tauglichkeit besteht.
4. Entscheidung durch das BAFzA: Die Behörde prüft die Gewissensentscheidung. Bleiben Zweifel, kann eine mündliche oder schriftliche Anhörung erfolgen.
5. Bescheid: Wird der Antrag anerkannt, sollte das Grundrecht des Antragstellers (eigentlich) bis zum Lebensende keinen Dienst an der Waffe leisten zu müssen, Beachtung finden können.
6. Wichtig! Wird der Antrag abgelehnt, kann dieser Entscheidung widersprochen werden. Notfalls kann auch vor dem Verwaltungsgericht geklagt werden.
Auch ein Widerspruch gegen die Entscheidung der Musterung wäre im Übrigen möglich. Nach Erhalt des Musterungsbescheides hat man aber nur 2 Wochen Zeit dafür (§ 33 WPflG).
🔸 Was muss der Antrag enthalten?
• eine ausdrückliche Berufung auf Artikel 4 Absatz 3 Grundgesetz,
• einen vollständigen tabellarischen Lebenslauf,
• sowie eine ausführliche persönliche Begründung, warum der Dienst an der Waffe mit dem eigenen Gewissen unvereinbar ist. (Bitte nicht auf Formblätter oder vorgefertigte Formulierungen zurückgreifen!)
🔸 Wie wirkt sich der Antrag in der Bearbeitungszeit oder während Widerspruch/Klage aus?
In Friedenszeiten besteht aufschiebende Wirkung, d.h. man kann nicht zum Grundwehrdienst einberufen werden.
Im Spannungs-/Verteidigungsfall greift das nicht, da greifen nur bereits erteilte Anerkennungen.
Die Bearbeitung kann durchaus mehrere Monate dauern.
Es gibt 2 Fallgestaltungen, wo nach dem aktuellen Gesetzesentwurf keine Musterung erfolgen könnte:
a) für Personen, für die aufgrund der Angaben in der Bereitschaftserklärung wahrscheinlich eine Heranziehung zum Dienst an der Waffe nicht erfolgt (was das für Gründe sein könnten, wurde nicht beschrieben);
b) für Männer der Jahrgänge 1993 bis 2007, die jetzt einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen (siehe Übergangsvorschrift des § 13 KDV, wo ggf. auch ohne Musterung der Antrag vom Karrierecenter an das BAFzA weitergereicht werden kann und eine maximale Bearbeitungszeit von 9 Monaten besteht).
🔸 Was ist mit den jungen Menschen, die bereits bei der Bundeswehr 'unter anderen Vorzeichen' eingetreten sind (z.B. für eine Ausbildung zum Mechatroniker)?
Das Soldatengesetz sah in § 46 Abs. 2 Nr. 7 schon immer die Option der Entlassung wegen Anerkennung der Kriegsdienstverweigerer vor.
Grundsätzlich ist auch das also möglich. Betroffene müssten im Antragsverfahren die "Sinneswandlung" jedoch ausreichend gut darstellen. Orientierung können zurückliegende Gerichtsentscheidungen zum Thema bieten, z.B. BVerwG - 6 B 124/18 - und BVerwG - 6 C 11/11 -
https://www.bverwg.de/030818B6B124.18.0
https://www.bverwg.de/290622U6C11.20.0
Beitrag erstellt am 31.10.2025
Wichtiges zu den geplanten Bereitschaftserklärungen
Im zweiten Teil unseres Beitrags zum geplanten Gesetz zur Modernisierung wehrersatzrechtlicher Vorschriften und zur Einführung eines neuen Wehrdienstes, gehen wir näher auf die geplante Bereitschaftserklärung ein.
🔸 Wann kommen die Briefe?
Vorausgesetzt, das Gesetz kommt so, wie es derzeit vorbereitet ist, könnten die ersten Bereitschaftserklärungen ab Januar 2026 ins Haus flattern (Inkrafttreten der Rechtsänderungen).
(Mit dem von uns im ersten Beitrag genannten Datum vom 01.07.2026 bezogen wir uns auf den frühestmöglichen Beginn einer evtl. Musterung.)
🔸Wer bekommt den Fragebogen?
- Wehrpflichtige nach § 1 WPflG (das sind alle deutschen Männer vom vollendeten 18. Lebensjahr an) stehen grundsätzlich im Fokus. Ab der Rechtsänderung ist vorgesehen, dass die verpflichtende Abgabe einer Bereitschaftserklärung und der Musterung mit den nach dem 31.12.2007 Geborenen beginnt.
- Personen, die nicht wehrpflichtig sind (Frauen, Diverse etc) und auch junge Männer der Geburtenjahrgänge 2001 bis 2007 werden den Fragebogen zur Bereitschaftserklärung ebenfalls zugesendet bekommen. - Für sie besteht aber keine Verpflichtung zur Beantwortung der Fragen! (vgl. Neufassung des §58c Soldatengesetz)
🔸 Warum wollen sie die Angaben?
Die abgefragten Angaben sollen u. a. auch zum Zweck einer ggf. späteren Einberufung und Heranziehung zum Wehrdienst im Verteidigungs- und Spannungsfall verarbeitet werden dürfen (§ 15b Nr. 3 WPflG).
Es werden also Akten zu allen Personen angelegt, die den Fragebogen ausfüllen.
Die "Wehrdienst-Unwilligen" könnten zur Datenaktualisierung später erneut angeschrieben werden. Was 'später' bedeutet, wurde nicht genau umrissen und soll von den individuellen Angaben der letzten Bereitschaftserklärung und dem Bedarf der Streitkräfte abhängig sein.
🔸 Welche Inhalte/Themen werden abgefragt?
Die Angaben, die inhaltlich gefordert werden (Angaben zur Person, Geschlecht, Familienstand, weitere Staatsangehörigkeiten und auch eben ein bestehendes Interesse am Wehrdienst der Bundeswehr - oder eben nicht - sowie Bildungsabschlüsse, eine Selbsteinschätzung der körperlichen Leistungsfähigkeit, Körpergröße und Gewicht, evtl. sowie Schwerbehinderung und darüber, ob bereits Wehrdienste in fremden Streitkräften geleistet wurden; vgl. § 15a Abs. 1 S. 1 Nr. 1 – 7 WPflG) könnt ihr dem anhängenden Foto entnehmen.
Name und Vorname werden im Vordruck wahrscheinlich schon vorbefüllt sein.
🔸 Wie sollen die Angaben eingereicht werden?
Die Bereitschaftserklärung soll ab Januar 2026 in Form eines Online-Fragebogens abgegeben werden; auch schriftliche Abgabe ist möglich (wird aber nicht groß beworben werden) - vgl. § 15a Abs. 2 S. 1 WPflG.
🔸 Wann wird geprüft, ob die Fragen beantwortet wurden?
Wer der Aufforderung der Abgabe der Bereitschaftserklärung innerhalb von einem Monat nicht nachgekommen ist, wird nochmals angeschrieben (dann wahrscheinlich mit Postzustellungsurkunde, um einen Nachweis zum Posterhalt für ein evtl. Bußgeldverfahren zu haben; vgl. § 15a Abs. 4 WPflG).
Denn:
Die nicht rechtzeitige Abgabe der offiziell zugestellten Bereitschaftserklärung sowie die Angabe von falschen oder unvollständigen Daten sollen in den bestehenden Bußgeldkatalog aufgenommen werden (vgl. § 45 Abs. 1 Nr. 1+2 WPflG).
Die Verhängung eines Bußgeldes wird zwar ins Ermessen der Behörde gestellt ("Kann"-Regelung), aber wie streng das in der Praxis gehandhabt wird, ist noch nicht abzuschätzen. (Der Gesetzentwurf spricht davon, dass geringfügige und fahrlässige Verstöße nicht zwangsläufig geahndet werden müssen.)
🔸 Was passiert nach dem Einreichen des Fragebogens?
Frühestens ab dem 01.07.2026 werden Musterungen erfolgen.
Es ist im Gesetzesentwurf so dargestellt, dass sie vorrangig die Personen einladen, die eine Bereitschaft zum Wehrdienst bekundet haben.
Das kann zeitlich Alles und Nichts bedeuten und hängt wahrscheinlich hauptsächlich von den Terminkapazitäten bei der Musterung ab.
🔸Gibt es Tipps?
Es fällt schwer, bezüglich der Bereitschaftserklärung, zu einem Vorgehen zu raten. Es ist in unseren Augen sehr wichtig, eure Söhne, Enkel, Neffen… in diesen wichtigen Fragen intensiv zu begleiten. Sie brauchen jetzt mehr denn je Menschen, die sich schützend vor sie stellen, frei nach Reinhard Mey. „Nein, meine Söhne geb ich nicht.“
Es erreichten uns auch Fragen zur Tauglichkeitsbestimmung und den einzelnen Abstufungen. Wir verlinken euch diese Informationen sowie eine Information zum Ablauf einer Musterung unter dem Beitrag.
👉https://www.allgemeine-grundausbildung.de/musterung-ausmusterung/
👉https://de.wikipedia.org/wiki/Tauglichkeitsgrad
Beitrag erstellt am 28.10.2025
Wann bekommt mein Kind Post von der Bundeswehr? Kann ich das verhindern?
Wir informieren euch in diesem Beitrag zu einem Thema, das viele Eltern, Großeltern und natürlich auch Kinder und Jugendliche umtreibt. Alles rund um den Wehrdienst weckt anhand der politischen Situation im Moment starken Unmut und Ängste. Genau deswegen ist es wichtig, umfassend informiert zu sein.
Geplant ist ein Gesetz zur Modernisierung wehrersatzrechtlicher Vorschriften und zur Einführung eines neuen Wehrdienstes, welches als Entwurf (Stand 13.10.2024) vorliegt. Ziel des Gesetzentwurfs ist es, das Potenzial an Reservistinnen und Reservisten zielgerichtet zu erfassen. Außerdem soll eine verbesserte Übersicht über die kommenden Jahrgänge hinsichtlich der Frage ihrer Eignung und Bereitschaft für den Dienst in den Streitkräften erreicht werden. Dafür sollen u. a. Änderungen im Wehrpflichtgesetz (WPflG) und im Soldatengesetz (SG) vorgenommen werden. Den gesamten Entwurf verlinken wir euch unter diesem Beitrag.
Junge Menschen werden gezielt angeschrieben.
Wichtig: Hier sind 2 voneinander unabhängige Postaktionen zu unterscheiden!
Zum Einen gibt es die Werbepostkarte, für welche die Bundeswehr von allen Deutschen, die im Folgejahr 18 werden, von den Meldestellen Anfang des Vorjahres die Daten erhalten, es sei denn, man hat für das (rund 16-jährige) Kind rechtzeitig Widerspruch erhoben (siehe § 36 Abs. 2 Bundesmeldegesetz iVm § 58c Soldatengesetz). Die Postkarte könnt ihr bei rechtzeitigem Widerspruch also verhindern.
➡️ Bei rechtzeitigem Widerspruch bis zum 31.03. des Jahres, in welchem das Kind 17 Jahre alt wird, könnt ihr die Postkarte also verhindern.
➡️ Bei Widerspruch erst nach diesem 31.03. für Kinder, die im Folgejahr volljährig werden, müssen die Daten gelöscht werden. (siehe § 58c Abs. 3 SG). Je nachdem, wann die Postkartenaktion dann stattfindet, könnte euer Widerspruch noch rechtzeitig sein.
Übrigens: Selbst ohne Widerspruch werden die Daten spätestens nach 1 Jahr gelöscht.
Auf der anderen Seite steht die im o.g. Gesetzentwurf geplante (für Jungs verpflichtende) Bereitschaftserklärung. Die Daten erhält die Bundeswehr über den neuen § 15 Absatz 2 Wehrdienstgesetz. Dieser soll geändert werden. Ein Widerspruchsrecht gegen diese Datenübermittlung ist nicht vorgesehen. Daraus folgt: Selbst wenn man der Datenübertragung für die Werbepost widersprechen konnte, wird die Datenübermittlung zur Zustellung der Bereitschaftserklärung nicht zu verhindern sein.
„Das Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr soll künftig zum Zwecke der Wehrerfassung nach § 58c SG von den Meldebehörden übermittelte Daten verarbeiten und Meldedaten wie z.B. Geburtstag, Geburtsort, Familienstand sowie den Haupt- und Nebenwohnsitz abrufen (§ 15 Abs. 1 WPflG). Die durch die Abfrage erfassten Wehrdienstpflichtigen sollen dazu verpflichtet werden, eine einmalige Bereitschaftserklärung zur Wehrdienstleistung abzugeben (§ 15a Abs. 1 S. 1 WPflG). Dies kann dazu führen, dass sich junge betroffene Männer erstmalig intensiv mit dem militärischen Dienst und der Frage, ob sie einen Wehrdienst leisten möchten, auseinandersetzen müssen.“
(Auszug Zusammenfassung Kompetenzzentrum Jugend-Check)
Es ist wichtig zu wissen, dass der derzeit mögliche freiwillige Wehrdienst durch einen Basiswehrdienst abgelöst werden soll, der für einen Zeitraum zwischen sechs und 23 Monaten freiwillig geleistet werden kann (§ 58b Abs. 1 SG). Genauere Informationen dazu könnt ihr in der Verlinkung nachlesen.
👉🏼 https://jugend-check.de/jugendcheck/einfuehrung-neues-wehrdienstrecht/
Beitrag erstellt am 27.10.2025